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Luzerner Tränen vor der Zusatzschlaufe

Mario Frick muss mit seinem Team in die Barrage
Mario Frick muss mit seinem Team in die Barrage Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER
Super League – Luzern war nah am direkten Ligaerhalt und muss nun doch in die Barrage gegen Schaffhausen. Für Trainer Mario Frick ist dies jedoch kein Grund, die Zuversicht zu verlieren.

Es sind bizarre Bilder, die sich am Sonntagabend im Letzigrund abspielen. Der FC Luzern gewinnt 3:2 bei Meister Zürich und doch sinken die Spieler des FCL nach dem Schlusspfiff enttäuscht zu Boden, vergraben ihr Gesicht im verschwitzten Trikot. Einige können die Tränen nicht zurückhalten.

Dass es keine Freudentränen sind, sondern solche der Enttäuschung hat nicht primär damit zu tun, was im Letzigrund passiert ist. Denn die Luzerner bewiesen gegen den Meister beachtliche Comeback-Qualitäten, konnten wie schon zuletzt gegen die Young Boys einen frühen Zweitore-Rückstand wettmachen und dank Filip Ugrinics Weitschusstor gar drei Punkte mitnehmen. Da Sion gegen Servette aber ebenso zwei Tore aufholte und sich ein Unentschieden sicherte, waren diese drei Punkte nicht genug.

Nach der Vorrunde, in welcher der FCL lediglich 11 Zähler holen konnte, waren die Meinungen landauf, landab gemacht, dass die Innerschweizer direkt absteigen, oder zumindest in der Barrage um den Verbleib in der Liga würden kämpfen müssen. Dass sie noch so nahe an die direkte Rettung kommen würden und diese bis zu Sions Ausgleichstreffer sogar geschafft hätten, hätte kaum jemand für möglich gehalten. "Wir haben unseren Job in der Rückrunde absolut erledigt", sagte Mario Frick und sprach seiner Mannschaft ein Lob aus.

Der Trainer ist eine Schlüsselfigur für den Luzerner Aufschwung. 29 Punkte holte der FCL in der zweiten Saisonhälfte. Nur Zürich und St. Gallen waren erfolgreicher. "Dass wir jetzt bis am Schluss leiden müssen, haben wir uns in der Vorrunde eingebrockt."

Die guten Leistungen mit zuletzt vier Siegen aus fünf Spielen geben dem 47-Jährigen denn auch Zuversicht für die Zusatzschlaufe Barrage, die den FCL am Donnerstag zum Hinspiel nach Schaffhausen führen wird. "Wir gehen mit einem guten Gefühl an diese Aufgabe heran."

Frick hat Erfahrung mit den Entscheidungsspielen um den Ligaerhalt, wenn auch unter umgekehrten Vorzeichen. 2020 setzte sich der Liechtensteiner mit dem unterklassigen Vaduz gegen den FC Thun durch und sorgte zum vierten und bisher letzten Mal seit der Einführung der Barrage in der Saison 2003/2004 dafür, dass sich der Challenge-League-Klub durchsetzte. Dabei soll es bleiben.

Keystone-SDA