Home Region In-/Ausland Sport Rubriken
Freizeit
19.06.2022

8 Tipps für mehr Biodiversität im Garten

Blumen sind wichtige Nahrungsstellen für Bienen und andere Insekten.
Blumen sind wichtige Nahrungsstellen für Bienen und andere Insekten. Bild: zvg
Jeder kann einen Beitrag leisten, um die heimische Artenvielfalt zu fördern. Wir haben ein paar Vorschläge, wie du Wildbienen, Vögel, Igel & Co. helfen kannst, Unterschlupf und Nahrung zu finden.

1. Mehr Gelassenheit im Garten

Äste und Laub nicht gleich wegräumen. Wachsen lassen, was gedeiht und die Tiere beobachten, die sich mit der Zeit ansiedeln. Ein insekten- und igelfreundlicher Garten ist naturnah. Oft bedeutet Artenschutz deshalb, nichts zu tun.

2. Einheimische Blütenstauden

Wie wäre es mit einer bunten Blumenwiese mit einheimischen Nektar- und Futterpflanzen, auf der Schmetterlinge und Wildbienen Nahrung finden?

Es gibt robuste Staudenarten und -sorten, die einen sehr wilden Charakter haben. Viele von ihnen kennen wir auch vom Naturstandort. Im Gegensatz zur ausgesäten Blumenwiese kann man ein Wildstaudenbeet bewusst gestalten.

«Oft bedeutet Artenschutz, auch einfach nichts zu tun»
Sybille Bosshard, Gartencenter Meier

Die Berg-Flockenblumen kommt jedes Jahr wieder und ist eine hervorragende Bienenpflanze. Die Berg-Flockenblumen beispielsweise erinnert optisch an die Kornblume, ist aber eine mehrjährige Verwandte der einjährigen Ackerrandpflanze und kommt zuverlässig jährlich wieder. Kombiniert mit Zittergras, Wiesensalbei und Wiesenmargerite ist der Natur-Look schon garantiert. Wiesen-Salbei ist eine Nektarquelle für viele Hummeln, Bienen und Schmetterlinge.

Unter dem Namen Floretia finden Sie ausgewählte Schweizer Wildstauden. Diese sorgen für eine wohltuende und natürliche Abwechslung in Gärten und auf Terrassen.

  • Eine bunte Blumenwiese bietet Schmetterlingen und Wildbienen Nahrung. Bild: zvg
    1 / 3
  • Wiesen-Salbei ist eine Nektarquelle für viele Hummeln, Bienen und Schmetterlinge. Bild: zvg
    2 / 3
  • Mit der Wiesenmargerite in Kombination mit anderen Blumen und Gräsern ist der Natur-Look garantiert. Bild: zvg
    3 / 3

3. Insekten- und Bienen-Nisthilfen

Mit Bienen-Nisthilfen sind nicht nur die sogenannten «Hotels» gemeint. Sondern auch Sandnisthilfen, Wandkiesflächen, Schneckenhäuser, Totholz, markhaltige Stängel und so weiter. Die locken fleissige Bestäubungshelfer und allerlei Nützlinge in Ihren Garten.

4. Einheimische Heckenpflanzen

Wilde und unregelmässig gepflanzte Sträucher bieten vielen Tieren Schutz und Lebensraum. Die Anzahl von Insekten, welche in Hecken leben, ist nahezu unüberschaubar. Käfer, Wespen, Schmetterlinge, Zweiflügler und viele mehr finden in einer Wildhecke ein Zuhause.

5. Totholz, Ast- und Laubhaufen

Besonders wichtig für Igel, Blindschleichen, Kröten und Eidechsen, aber auch für Vögel, Fledermäuse und verschiedene Insekten ist, dass sie auf kleinem Raum genügend Futter und Versteckmöglichkeiten finden. In der Natur frisst z. B. der Igel hauptsächlich Insekten und andere Kleinstlebewesen. In Laubhaufen, zwischen Totholz und unter Hecken finden die kleinen Tiere Unterschlupf und Nahrung.

6. Steinhaufen oder Steinmauer

Steinhaufen bieten Unterschlupf für Eidechsen, Kröten, Molche und Blindschleichen. Auch Insekten verstecken sich gerne in Steinritzen.

Eidechsen verstecken sich gern in Steinritzen. Bild: zvg

7. Wasserstelle einrichten

Vogeltränken und Schalen im Garten ­helfen Vögeln, Igeln und Insekten bei Hitze und Trockenheit. Wichtig ist die Reinigung. Auch ein kleines Biotop anzulegen, geht einfach. Dort werden Sie schon bald viele kleine Tiere beobachten können.

Igel freuen sich über aufgestellte Wasserstellen. Bild: Adobe Stock/Gartencenter Meier

8. Kein Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger einsetzen

Verzichte in deinem Garten auf Pflanzenschutzmittel wie Schneckenkorn und Kunstdünger. Dafür gibt es auch natürliche und biologische Alternativen. So sicherst du die Nahrungsgrundlage des Igels.

Sibylle Bosshard, Gartencenter Meier