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28.06.2022

Stoltenberg: Gipfel soll Blaupause liefern

Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär, äußert sich vor Beginn des Nato-Gipfels in Madrid. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Jens Stoltenberg, Nato-Generalsekretär, äußert sich vor Beginn des Nato-Gipfels in Madrid. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa Bild: Keystone/dpa/Bernd von Jutrczenka
International – Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat das Bündnis anlässlich des Gipfeltreffens in Madrid auf verstärkte Anstrengungen zur gemeinsamen Verteidigung eingeschworen.

"Der Gipfel in Madrid ist entscheidend", sagte Stoltenberg am Dienstag in der spanischen Hauptstadt bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez. Das Treffen steht ganz im Eindruck des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Das neue strategische Konzept werde zur "Blaupause der Nato in einer zunehmend gefährlichen und unberechenbaren Welt", sagte Stoltenberg. Er kündigte fundamentale Änderungen an zur Abschreckung und Verteidigung mit Militärkräften, die weiter vorn an den Nato-Grenzen stünden und mit dort bereitstehendem Material ausgerüstet seien.

Stoltenberg kündigte weitere Hilfen für die Ukraine an, um die Selbstverteidigung des Landes zu unterstützen. "Es ist extrem wichtig, dass wir zu weiterer Unterstützung bereit sind, denn die Ukraine erlebt eine Brutalität, die wir seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen haben", sagte Stoltenberg.

Zugleich äusserte Stoltenberg die Erwartung, dass es Fortschritte beim Beitritt von Schweden und Finnland gibt. Diesem steht weiter die Ablehnung der Türkei im Weg. Sánchez wünschte Stoltenberg viel Erfolg bei den Vermittlungsbemühungen zwischen der Türkei sowie Schweden und Finnland. Er sei überzeugt, dass Finnland und Schweden der Allianz letztlich beitreten würden.

Dem Spanier zufolge soll von dem Gipfel in Madrid ein Signal der Geschlossenheit ausgehen. Es gehe darum, Werte wie Freiheit, politischen Pluralismus, die Achtung der Menschenrechte und die regelbasierte internationale Ordnung zu verteidigen.

Dabei bezog er neben den Nato-Staaten ausdrücklich die EU und indopazifische Länder wie Neuseeland und Australien mit ein. Der russische Krieg gegen die Ukraine habe die Bedeutung der Nato in der Gegenwart und der Zukunft noch einmal verdeutlicht.

Keystone-SDA