Home Region In-/Ausland Sport Rubriken
Freizeit
25.06.2022

Welche Sonnencreme soll's denn sein?

Oftmals enthalten Sonnencreme-Typen bedenkliche Stoffe für die Umwelt oder für die Gesundheit.
Oftmals enthalten Sonnencreme-Typen bedenkliche Stoffe für die Umwelt oder für die Gesundheit. Bild: peta.de
Die Sonne scheint dieses Jahr bereits im Juni schon kräftig und heftig. Es zieht die Menschen ins Freie, in die Badi und an die Seen. Um den Sonnenbrand zu vermeiden ist der Griff zur Sonnencreme unvermeidbar – aber welche ist wirklich gut?

Die Auswahl unter den Sonnenschutzmitteln scheint fast endlos zu sein. Sprays, Cremen, Öle und Bräuner für Gesicht und Körper stehen uns zur Auswahl. Der Lichtschutzfaktor (LSF) soll auf den eigenen Hauttyp und die Feriendestination gut abgestimmt sein. Der Lichtschutzfaktor bestimmt, wie lange die Sonnencreme vor der schädigenden UV-B Strahlung der Sonne schützt. Je höher der LSF – zum Beispiel LSF 30 – desto länger wirkt der Schutz.

Chemische und mineralische Filter

Beim eigentlichen Schutz werden bei der Sonnencreme zwei verschiedene Filterarten verwendet: der chemische Filter und der mineralische Filter. Chemische Filter ziehen in die oberste Hautschicht ein und wandeln ankommende UV-B Strahlen in Wärme um. Mineralische Filter reflektieren die UV-B Strahlung von der Haut. Beide Filterarten schützen bei korrekter Anwendung zuverlässig vor Sonnenbrand.

Hormonähnliche Wirkung oder schädlich

Beide Sonnencreme-Typen enthalten oft bedenkliche Stoffe für die Umwelt (Mikroplastik, flüssige Polymere, Nanopartikel) oder für die eigene Gesundheit.

Stoffe mit Namen wie Octocrylen, Oxybenzon, Octinoxat haben im Körper eine hormonähnliche Wirkung oder schädigen Wasserorganismen wie Korallen übermässig.

Sogar verboten

Der Inselstaat Hawaii hat im Januar 2021 Sonnencremes mit den zwei letztgenannten Inhaltsstoffen gesetzlich verboten, um seine Riffe zu schützen. Andere Feriendestinationen ziehen ebenfalls nach.

  • Um das Ökosystem der Gewässer um die Inseln zu schützen, sind Sonnenschutzprodukte auf den Jungferninseln verboten.
  • Hawaii verabschiedet als erster US-Bundesstaat ein Gesetz, das den Verkauf von Sonnencremes, die bestimmte Chemikalien enthalten, verbietet. Dieses Gesetz trat am 1. Januar 2021 in Kraft.
  • Florida setzte den zweiten Schritt, denn das vor den Florida Keys gelegene Florida Reef ist das einzige von lebenden Organismen gebildete Korallenriffsystem Nordamerikas und das drittgrösste der Welt. Sonnencremes, die Octinoxat und Oxybenzon enthalten, dürfen nicht verkauft werden.
  • Palau sprach ein Sonnencremeverbot aus. Der Staat im westlichen Pazifik, der aus über 500 Inseln besteht und zu Mikronesien gehört will die Substanzen verbieten, die für Korallen schädlich sind.
  • Bonaire zieht seit 2021 mit. 90 Prozent der Riffe in der Karibik sind seit 1980 verschwunden.
  • In Mexiko gibt es noch kein Gesetz, aber eine Empfehlung an vielen Urlaubsspots. Touristen sollen umweltbewusst mit Sonnencremes umgehen.
Bald sind sie da – die langen Sonnenferien und somit die Badeferien. Bild: Pixabay

Unbestritten ist

Sonnencreme schützt zuverlässig vor schädlicher Strahlung und damit vor Hautkrebs. Um die potenziell schädlichen Produkte im Ladenregal zu erkennen und stehen zu lassen kann mit der App «CodeCheck» der Barcode der Sonnencreme gescannt werden.

Alternativ kann die Webpage www.codecheck.info aufgerufen werden. Einige Hersteller schreiben inzwischen auf Ihre Produkte, dass diese für Wasserlebewesen unbedenklich sind.

rheintal24/Goldküste24/Patricia Rutz