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Wohnungsnot in Graubünden: Kanton spielt Ball an die Gemeinden

Namentlich im Oberengadin - vorne im Bild St. Moritz - beherrscht der Wohnungsmangel für Einheimische die öffentliche Diskussion. (Archivbild)
Namentlich im Oberengadin - vorne im Bild St. Moritz - beherrscht der Wohnungsmangel für Einheimische die öffentliche Diskussion. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA BELLA
Wohnraum für Einheimische ist in vielen Bündner Regionen zunehmend knapp oder kaum noch erschwinglich. Der Kanton Graubünden will aber selber nicht handeln. Die Regierung sieht die Gemeinden in der Pflicht, das Problem anzugehen.

Die Exekutive ist der Ansicht, "dass auf kantonaler Ebene derzeit keine weiteren Massnahmen zu ergreifen sind." Das schrieb sie in einer am Montag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage aus dem Parlament.

"Viele wirkungsvolle Massnahmen" seien "primär auf kommunaler Ebene umzusetzen". Zudem zeige sich die Problematik regional unterschiedlich - je nachdem, ob es sich um Agglomerationen, Tourismusorte oder Täler mit Abwanderung handle.

Eine zentrale Rolle sieht die Regierung in der Raumplanung. Den Ball sieht sie bei den Gemeinden. Mit ortsplanerischen Massnahmen könnten die Kommunen "gezielt und massgeschneidert" Einfluss auf den Wohnungsbau nehmen.

Laut der Exekutive sind noch viele ungenutzte Bauzonenreserven vorhanden. Gemeinden könnten sie mobilisieren und so die Wohnbautätigkeit fördern. Stünden keine Reserven zur Verfügung, seien Neueinzonungen denkbar.

Mit einer aktiven Bodenpolitik könnten die Kommunen zudem preisgünstigen Wohnraum für bestimmte Zielgruppen realisieren. "Bei Ein-, Um- oder Aufzonungen können Vorgaben bezüglich erschwinglichen Wohnraums in der Ortsplanung verankert werden", betonte die Regierung.

Keystone-SDA