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Mels
21.08.2022

Die Biodiversität und ihre Förderung im Fokus

Einsatz für die Natur: Die Teilnehmenden erfahren auf dem Biodiversitäts-Rundgang mit Rangerin Ursina Wüst viel Wissenswertes.
Einsatz für die Natur: Die Teilnehmenden erfahren auf dem Biodiversitäts-Rundgang mit Rangerin Ursina Wüst viel Wissenswertes. Bild: Pressedienst
Zur Förderung der Biodiversität können alle ihren Teil beitragen. Diese Erkenntnis haben die Teilnehmenden eines Biodiversitäts-Rundgangs in Mels nach Hause genommen. Vor Augen geführt wurde ihnen dies von Rangerin Ursina Wüst.

Der vom Verein Dorfkern Mels initiierte Biodiversitäts-Rundgang führte vom Siebenthalpark über das Untergässli zum Kleinfeld-Schulhaus, um danach über den Friedhof zum Kirchbüel zu gelangen. Dort endete er im Schatten einer riesigen Buche, wo Rangerin Ursina Wüst den rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Vorteile und Herausforderungen der Biodiversität weklärte. Biodiversität sei nichts anderes als eine Kurzformel, welche die Vielfalt der Natur ausdrückt: Artenvielfalt, Vielfalt der Lebensräume und genetische Vielfalt.

Wie fast überall in der Schweiz werden auch im Sarganserland einschliesslich seiner grössten Ortschaft, Mels, neue Flächen überbaut und bestehender Siedlungsraum verdichtet. Das bedeute, dass Grünflächen schwinden, die Insekten, Igeln, Vögeln und weiteren Lebewesen als Lebensraum dienen.

Neophyten gefährden die Biodiversität

Wie Rangerin Wüst betonte, ist es wichtig, darauf zu achten, dass die verbleibenden Grünräume nicht voneinander isoliert werden. Die privaten und öffentlichen Gärten, Wiesen, Bungerte und weiteren unbebauten Räume können mit einer vielfältigen Bepflanzung mit einheimischen Gewächsen dafür sorgen, dass die gewünschte Biodiversität erhalten bleibt oder sich einstellt.

Gefährdet werde die Biodiversität auch durch die wuchernde Verbreitung invasiver «Neophyten» (nicht einheimischer Pflanzen), welche die einheimische Flora verdrängen. Insekten finden auf den Exoten häufig keine Nahrung oder keine Fortpflanzungsmöglichkeit. Die Gemeinde Mels unterstützt die Biodiversität aktiv mit einem eigenen Neophytenverantwortlichen, ausserdem mit Aktionen wie dem Sträuchertausch, der vergünstigten Abgabe von Hochstamm-Obstbäumen und der Abgabe von speziellen Neophyten-Abfallsäcken.

Ein Lehrbeispiel für die Kinder bietet auf dem Areal des Kleinfeld-Schulhauses das von engagierten Lehrpersonen neu als so genannte «Ruderalfläche» arrangierte Steinlabyrinth mit Rohbodenflächen, einem trockenen und nährstoffarmen Substrat, auf dem eine besondere Lebensgemeinschaft von Pflanzen, Tieren (Insekten) und Pilzen entsteht. Ein Insektenhotel ergänzt die Ruderalfläche.

Mehr Informationen zum Thema sind auf der Website des Vereins zu finden. (pd)

www.dorfkern-mels.ch

pd/sardona24