- Kolumne von Dr. Philipp Gut
Der Brand in Crans-Montana in der Silvesternacht mit Dutzenden Toten und über hundert meist schwer Verletzten, darunter zahlreiche Jugendliche, beschäftigt und bewegt auch noch Tage später.
Sie geht unter die Haut. Der Schock sitzt tief. Trauer und Solidarität im Wallis, in der Schweiz und über die Landesgrenzen hinaus.
Mitgefühl und Empathie
Mitten in der Party kam der Tod, riss die sorglos Feiernden aus dem Leben – ein Fanal, wie schnell alles vorbei sein, wie Freude sich in Entsetzen, Trauer, Tod verwandeln kann.
Neben Mitgefühl und Empathie lehrt uns die Tragödie von Crans-Montana eine demütige Haltung dem Leben gegenüber.
Wunsch nach Frieden
Natürlich sagt der Realist und vielleicht auch der Zyniker in uns, dass das Leben immer lebensgefährlich ist.
Aber wenn wir zu Jahresbeginn einen durchaus frommen Wunsch frei hätten, dann diesen: Dass zumindest das sinnlose, vermeidbare menschgemachte Sterben und Töten aufhören möge.
Alle Fakten müssen auf den Tisch
Neben Anteilnahme rücken aber auch immer mehr kritische Fragen ins Zentrum. Wurde fahrlässig gehandelt? Wurden alle Sicherheitsvorschriften eingehalten? War bautechnisch und vom Brandschutz her alles in Ordnung?
Alle Fakten müssen nun schonungslos auf den Tisch. Auch, um solche Tragödien in Zukunft möglichst zu vermeiden.