Ob beim Wandern, Schneeschuhlaufen oder Skifahren: Immer mehr Menschen halten sich im Winter draussen auf. Für viele Wildtiere stellt diese Jahreszeit hingegen eine grosse Herausforderung dar, denn Nahrung ist knapp und die Energiereserven sind begrenzt. Um den Winter zu überstehen, haben Wildtiere unterschiedliche Strategien entwickelt.
Murmeltiere halten Winterschlaf, Schnee- und Birkhühner ziehen sich in selbstgegrabene Schneehöhlen zurück, Hirsche senken ihre Körpertemperatur. Gämsen und Steinböcke suchen vom Wind freigeblasene oder ausgeaperte Hänge auf, um an die wenigen verbliebenen Grashalme zu gelangen.
Störungen kosten lebenswichtige Energie
Werden Wildtiere durch Menschen gestört, müssen sie für die Flucht ihre Körpertemperatur erhöhen, geeignete Lebensräume verlassen und im hohen Schnee unverhältnismässig viel Energie aufwenden. Wiederholte Störungen können dazu führen, dass die Energiereserven nicht bis zum Frühling reichen. Im schlimmsten Fall überleben die Tiere den Winter nicht.
Wildruhezonen und klare Regeln im Kanton St.Gallen
Im Kanton St.Gallen bestehen 69 Wildruhezonen. Zudem unterstützt der Kanton die Kampagne «Respektiere deine Grenzen». Für Freizeitaktivitäten im Wald und in den Bergen gelten dabei folgende wichtige Regeln:
- Informieren Sie sich über Wildruhezonen und andere Schutzgebiete und respektieren Sie diese.
- Bleiben Sie auf Wegen und bezeichneten Routen.
- Führen Sie Ihre Hunde an der Leine.
- Vermeiden Sie Aktivitäten in der Dämmerung und in der Nacht.