Die SVP Sarganserland hat ihren traditionellen Neujahrsanlass in der Sennenstube in Flumserberg durchgeführt. Zahlreiche Mitglieder und Sympathisierende trafen sich zu einem gemütlichen Raclette-Abend. Trotz der herzlichen Atmosphäre stand der Anlass im Schatten der nationalen Trauerfeierlichkeiten für die Opfer der verheerenden Brandkatastrophe in Crans-Montana, die national und international Betroffenheit auslöste.
Rückblick auf ein intensives politisches Jahr
SVP-Kreispräsident Marc Kellenberger eröffnete den Abend mit seiner Neujahrsansprache. Er zeigte sich erfreut über die grosse Teilnahme, obwohl die Durchführung des Anlasses angesichts der tragischen Ereignisse im Land sorgfältig abgewogen worden war. Die Abwesenheiten von Regierungsrat Christof Hartmann und Nationalrat Walter Gartmann wurden entschuldigt. In seiner Rede blickte Kellenberger auf das politische Jahr 2025 zurück, das für die Region wie auch für den Kanton St. Gallen von grossen Herausforderungen geprägt gewesen sei. Steigende Lebenshaltungskosten und zunehmende Belastungen der Gemeinden hätten viele Menschen im Sarganserland beschäftigt.
Die SVP Sarganserland habe sich im vergangenen Jahr besonders für verschiedene Anliegen eingesetzt. Dazu zählten unter anderem der Erhalt der Unterstützung für Gemeindeviehschauen, die Entlastung der Landbevölkerung bei den Strassenverkehrssteuern, die Erhöhung des Pendlerabzugs, der Widerstand gegen flächendeckende Tempo-30-Zonen auf verkehrsführenden Strassen, den Sparmassnahmen im kantonalen Haushalt und das Engagement gegen Windkraftanlagen, die aus Sicht der Partei das Landschaftsbild beeinträchtigen würden.
Bereits 2023 habe die SVP unter Federführung von Walter Gartmann und Christof Hartmann mit drei Motionen versucht, die Windkraftthematik klarer zu regeln, darunter Forderungen nach einem Mindestabstand von 1000 Metern, einem Verbot von Anlagen im Wald sowie kommunalen statt kantonalen Sondernutzungsplänen.
Kellenberger kritisierte in diesem Zusammenhang die Haltung anderer bürgerlicher Parteien, die sich aus Sicht der SVP zu stark von der Stromwirtschaft beeinflussen liessen. Subventionen bis zu 60 Prozent würden letztlich von den Steuerzahlenden getragen, so der Präsident.
Direkte Demokratie und regionale Anliegen
Weiter ging Kellenberger auf die Bedeutung der direkten Demokratie ein. Das Projekt Wil West werde dank der SVP erneut dem Stimmvolk vorgelegt. Zudem verwies er auf bevorstehende Podien, an denen Vertreter der SVP – darunter Marco Gadient als Referent – die Positionen der Partei erläutern werden.
Ein besonderer Dank galt dem zurückgetretenen Kantonsrat Christoph Gull, der sich über Jahre hinweg mit grossem Engagement für das Sarganserland und die SVP als Kantonsrat eingesetzt habe. Mit einem Hinweis auf die nachfolgende Flumserin Brigitte Borghi und dem Slogan «Drei Flumser für St. Gallen» leitete Kellenberger zum Abschluss über.
Zuversicht für das neue Jahr
Zum Schluss wünschte der Kreispräsident allen Anwesenden ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2026. Er freue sich auf viele Begegnungen im neuen Jahr – insbesondere an der kommenden Hauptversammlung der SVP Sarganserland.