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16.01.2026

Glarus im Geldregen dank Blitzkasten

Kein Geist bei der Geisterraststätte. Die Blitze waren real - und teuer.
Kein Geist bei der Geisterraststätte. Die Blitze waren real - und teuer. Bild: Street View
Ein temporärer Radar auf der A3 in der Walensee-Region hat dem Kanton Glarus Rekordsummen eingebracht. Tausende Lenker wurden geblitzt – darunter ein Extremraser.

Ein semistationärer Blitzkasten auf dem Glarner Abschnitt der Autobahn A3 hat innert vier Wochen für aussergewöhnlich hohe Busseneinnahmen gesorgt. Rund 15’000 Fahrzeuge wurden wegen überhöhter Geschwindigkeit erfasst, insgesamt flossen rund 400’000 Franken an Bussgeldern – das berichtet die Zeitung «Südostschweiz».

Auch zwischen Bilten und Weesen

Der Blitzer stand zeitweise bei der ehemaligen Walenseeraststätte sowie zwischen Bilten, Reichenburg und Weesen. Pro Fahrtrichtung verkehren dort täglich bis zu 25’000 Fahrzeuge.

Raser mit 222 km/h erwischt

Besonders gravierend: Ein Lenker wurde mit 222 km/h geblitzt. Je nach Standort und Verkehrsaufkommen lagen die wöchentlichen Einnahmen zwischen 80’000 und 140’000 Franken.

Gemessen an den gesamten Busseneinnahmen des Kantons ist das Resultat bemerkenswert: 2024 nahm Glarus insgesamt rund 1,8 Millionen Franken ein – fast ein Viertel davon stammt gemäss der «Südostschweiz» aus diesem vierwöchigen Test.

Polizei zufrieden

Die Kantonspolizei spricht von einem präventiven Beitrag zur Verkehrssicherheit. Ob die Messungen die Unfallzahlen senkten, lasse sich jedoch nicht belegen. Auf den Kauf einer eigenen Anlage verzichtet der Kanton vorerst: Die Miete von rund 7000 Franken pro Woche sei günstiger als eine Investition von etwa 300’000 Franken, heisst es gegenüber der Südostschweiz.

Weitere Kontrollen

Im laufenden Jahr sollen auf der A3 weiterhin Tempokontrollen stattfinden – in welchem Umfang, ist noch offen.

Thomas Renggli